Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr

Seit 125 Jahren kümmert sich der Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde um die Belange seiner Mitgliedswehren. Um das zu feiern, fand am 06.05.2017 ein Aktionstag auf dem Gelände der DEULA in Rendsburg statt, bei dem sich neben den Wehren des Kreises auch Rettungsdienste und das Technische Hilfswerk beteiligten. Ein Ausflug.

„Die Ente bleibt draußen!“
Feuerwehrtaucher

„Der Kreis-feuerwehrverband hat die Aufgabe die Feuerwehren in wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten zu betreuen, die Interessen der Mitgliedswehren zu vertreten und durchzusetzen und die Ausbildung auf Kreisebene durchzuführen. (…)  Der KFV ist der Dachverband der Feuerwehren im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Er vertritt ca. 6.800 Feuerwehrmänner und -frauen in 185 Freiwilligen Feuerwehren und ca. 1.000 Jungen und Mädchen in 40 Jugendfeuerwehren. Außerdem sind 17 Feuerwehr-Musikzüge und ein Spielmannszug in unserem Kreis organisiert.“ (Quelle)

Inzwischen blickt der KFV auf 125 Jahre ehrenamtliches Engagement zurück und lud zum großen Fest auf das Gelände der Landwirtschaftsschule DEULA in Rendsburg um seine Mitgliedswehren zu präsentieren. So wurden viele unterschiedliche Feuerwehrfahrzeuge ausgestellt, vom großen Löschfahrzeug und der Drehleiter bis zum Einsatzleitwagen I (ELW I). Aufgrund der Vielzahl an Fahrzeugen werde ich Euch das meiste nur im Bild vorstellen, dazu ein paar Specials auch ausführlich in Wort.

Als eine  Besonderheit zeigte der Löschzug-Gefahrgut seine Sonderausstattung und die Feuerwehrtaucher aus Eckernförde stiegen in den Tauchcontainer, den die Berufsfeuerwehr Hamburg freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte. Natürlich gab es auch Vorführungen zu technischen Hilfeleistung (Rettung aus Fahrzeugen).

Zu Gast auf dem weitläufigen Messegelände waren die Rettungsdienste RKiSH sowie Johanniter und DRK, dazu der Bundesverband Rettungshunde mit Mensch-Hund-Teams und das Technische Hilfswerk (THW).

Die Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein gGmbH (RKiSH) zeigte neben Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und Rettungswagen (RTW) einen Schwerlast-Rettungswagen, kurz S-RTW  auf MAN TGL 8.220, ausgebaut durch die Firma Fahrtec. Die Indienststellung zweier solcher Fahrzeuge im Jahr 2016 ist Schleswig-Holsteins Antwort auf zunehmende logistische Probleme mit Rettungsdienst durch stark übergewichtige Patienten. Während Rettung 91/87-01 auf der Rettungswache in Rendsburg stationiert ist und vorwiegend im nordwestlichen Teil des Landes eingesetzt wird, steht ein baugleiches Fahrzeug für den südöstlichen Landesteil bei der Berufsfeuerwehr in Lübeck bereit. Nach umfangreichen Schulungen für das Personal konnten die Fahrzege am 15. Mai in Rendsburg und am 1. Juni 2016 in Lübeck offiziell in Dienst gehen.

Für den speziellen Einsatzzweck verfügt das Fahrzeug unter anderem über eine Schwerlasttrage und einer verbreiterten Schleifkorbtrage. Auch diverse Hilfsmittel wie Vakuummatratze, Rettungstuch, Gleittuch und Rollboard sind in einer XXL-Version auf dem Fahrzeug verlastet. Um das Großfahrzeug sicher steuern zu können, ist es mit mehreren Kameras ausgerüstet; die Warn- und Beleuchtungseinrichtungen sind mit LEDs ausgestattet. Bei Alarmierung wird die medizinische Erstversorgung zunächst durch das Personal der Standardfahrzeuge innerhalb der Hilfsfrist durchgeführt und der S-RTW bei Bedarf nachalarmiert. (Quelle)

BRH

Ein besonderes Fahrzeug gab es auch bei der Rettungshundestaffel Schleswig-Holstein des Bundesverbands Rettungshunde (RHS SH BRH) zu sehen. Da es sich beim BRH um einen Verein handelt, der ausschließlich durch Spenden oder durch Aufwendungen der Mitglieder finanziert wird, nutzen die meisten Mitglieder ihre Privatfahrzeuge um mit Hund und Ausrüstung zu den Einsatzstellen zu gelangen. Als ein Einsatzfahrzeug war jedoch ein umgebauter RTW zu sehen, in dessen Heck sogar eine Hundebox verbaut worden ist.

Das Deutsche Rote Kreuz aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde und die Johanniter zeigten nebenan ihre Vielfältigkeit. Die Allgemeinheit wird die Retter vor allem durch die Sanitätsdienste kennen, die die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer z.B. auf Veranstaltungen durchführen um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Das DRK betreut aber auch Opfer und Angehörige in Schadenslagen und hat eine eigene Führungskomponente, die über einen sehr modernen Einsatzleitwagen verfügt, der ebenfalls zu besichtigen war und interessierten Besuchern ausführlich erklärt wurde.

Des Weiteren waren noch der Rettungshubschrauber (RTH) Christoph 42 zu Gast, der erst vor Kurzem in Dienst gestellt worden war. Der seit November 2016 fliegende EC 145 ersetzte ein 20 Jahres älteres Modell. Die „fliegende Intensivstation“ ist nachtflugfähig und somit 24 Std. am Tag einsatzbereit. (Quelle)

Die THW-Ortsverbände des Kreises, also Rendsburg und Eckernförde, präsentierten sich neben dem Hubschrauber den Besuchern. Während die Eckernförder mit dem Gerätekraftwagen (GKW) ihre Bergungsgruppe vorstellten, erleuchteten die Rendsburger die Gäste mit ihrer Fachgruppe Beleuchtung und dem dazugehörigen Mannschaftslastwagen (MLW IV).

So wurde wohl den meisten Besuchern klar, welch großes Einsatzspektrum eine Feuerwehr, die ja zum Großteil ehrenamtlich besetzt ist, heutzutage abdecken kann und muss – und dass sie gleichzeitig vertrauensvoll mit den Experten anderer Organisationen zusammen arbeiten muss und will um eine bestmögliche Leistung im Einsatz zeigen zu können.  Ein gutes Fazit zum Jubiläum – auf die nächsten 125 Jahre!

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