Siehst Du das Blaulicht in der Nacht

Wie auch schon im letzten Jahr machten wir uns am vergangenen Freitag auf zur „Nacht der Bundespolizeiakademie“ nach Lübeck, die fast einen Monat früher stattfand als im Jahr zuvor. Auf der Suche nach neuen Fotomotiven wurden wir aber auch dieses Mal fündig.


Auch dieses Jahr gab es wieder reichlich zu sehen. Dabei war es schön festzustellen, dass sich die eigentliche Ausstellung des Museums zur Geschichte der Bundespolizei und ihrer Vorläufer immer weiter entwickelt und vergrößert. Vor allem beim Schwerpunkt Grenzgeschichte hat sich einiges getan. So findet sich in einem separaten Raum im rechten Flügel der Ausstellung nun auch eine ausführliche und gut aufbereitete Geschichte der Grenztruppen der DDR, die einen sehr guten Einblick in die Zeit des geteilten Deutschlands bietet. Dazu werden u.a. auch sehr kunstvoll und detailliert gebaute Dioramen benutzt. Während es auf der einen Seite des Stockwerks vor allem um „die Zone“ ging, beschäftige sich der linke Seite des langgestreckten Obergeschosses der Fahrzeughalle mit der Geschichte des Bundesgrenzschutzes (BGS) der BRD.

Trotz aller Neuerungen wurde jedoch auch ein Problem der lange eher stiefmütterlich behandelten Sammlung offenbar: Im Grunde unterscheidet sich die Ausstellung thematisch und inhaltlich nur wenig von der des letzten Jahres, was es für „Wiederholungstäter“ unter den Besuchern weniger interessant machen könnte. Was hier fehlt, sind klassische Sonderausstellungen, die dem Abend einen besonderen thematischen Schwerpunkt verleihen und so mehr Besucher anlocken könnten. Das ist der Museumsleitung auch durchaus bewusst, jedoch fehlt es an Platz, finanziellen Mitteln und Personal, um alles aus dem Bestand herauszuholen. Themenbeispiele wären etwa Grenzübertritte, Auslandseinsätze oder ein technischer bzw. fahrzeugspezifischer Schwerpunkt. Denn es finden sich, neben den ausgestellten Fahrzeugen, noch weitere im Museumsbestand (auch von den DDR-Grenztruppen), deren Aufarbeitung zur Zeit leider ebenfalls am Mangel an Geld und Personal zu scheitern scheint. Sehr schade!
Gerade der Bereich zur Grenzgeschichte könnte mit etwas museumspädagogischer Aufbereitung auch für Schulklassen interessant sein.

Wir mussten uns aufgrund des kalendarisch früheren Termins echt beeilen, die Fahrzeuge noch im Hellen zu erwischen. Mehr Bilder aus der Ausstellung und von Fahrzeugen findet ihr im Bericht vom letzten Jahr.
Bleibt zu hoffen, dass das Museum weitere Unterstützer in der Bundespolizei und auch außerhalb findet, da es sich hier wirklich um einen Schatz handelt, der bewahrt werden muss. Für Blaulichtfreunde, Geschichtsinteressierte und Fahrzeugfreaks.
Das Museum kann nach vorheriger Terminabsprache auch außerhalb von Veranstaltungen besucht werden. Mehr Infos.

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Ein Kommentar zu “Siehst Du das Blaulicht in der Nacht

  1. […] sehen gab es einiges: Die Bundespolizei zeigte aktuelle und historische Fahrzeuge (aus dem Museum in Lübeck), ein Kontrollboot der Küstenwache auf einem Trailer und auch einer der EC155 der Fliegerstaffel […]

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