Museumswoche

Dank lieben Besuchs aus dem Süden der Republik konnte ich diese Woche zwei Museen besuchen
(oder, übersetzt: Ich habe mich dreisterweise drangehangen)…

Am Sonntag startete die kleine Museumswoche im Feuerwehrmuseum Marxen, das die Angehörigen des dortigen Fördervereins mit zahlreichen Exponaten betreiben. Es ist offiziell eine Außenstelle des Freilichtmuseums am Kiekeberg, sodass es gerade bei Aktionstagen Kooperationen gibt. Wie viele Museen dieser Art leidet es jedoch auch unter akutem Platzmangel, was das Fotografieren bisweilen nicht ganz einfach macht.

In zwei Hallen stehen die historischen Fahrzeuge, meist Leihgaben und Geschenke von umliegenden Feuerwehren, dicht an dicht. Dazu gibt eine große Sammlung an Gerät, die um die Autos verteilt ist. In zwei kleinen Nebenräumen finden sich weitere Dinge: Im Obergeschoss kann man eine umfangreiche Sammlung an Modellfahrzeugen bewundern, dazu auch passende Dioramen. Im Raum darunter finden sich historische Uniformen und Ausrüstungsgegenstände. Dieser Teil befindet sich gerade im Umbau, sodass dort sicher bald noch mehr zu entdecken sein wird.

Mehr Infos zum Museum und zukünftige Termine findet man auf der Homepage.

Am Dienstag ging es dann ins Deutsche Panzermuseum in Munster. Das habe ich zwar schon mehrfach besucht, vor allem zu den Modellbautagen, die jedes Jahr an Pfingsten stattfinden, doch die stattfindende Umgestaltung der Ausstellung bot auch für „Veteranen“ unter den Besuchern wieder Neues zu betrachten. Die Neugestaltung hat anscheinend zum Ziel, den Fokus auf der Technik der Panzerwaffe um eine weitere, umfänglichere Betrachtung der Themen wie Krieg und Soldaten zu ergänzen. Natürlich findet das aufgrund der Ausrichtung des Museums nicht im gleichen Umfang statt wie etwa im neuen Militärhistorischen Museum in Dresden, aber auch für weniger technikbegeisterte Besucher gibt es interessante Dinge zu erfahren.

Empfehlenswert ist sicher auch der neu eingeführte Audioguide, der, anlässlich der aktuellen Sonderausstellung, auch immer wieder die Position der Frauen im Krieg thematisiert.

Auch beschäftigt sich ein Raum des Rundgangs mit Dingen wie Uniformen, Orden und Ehrenzeichen sowie Waffen und, sehr interessant, Kriegsspielzeug. Für mich als Zeichner war besonders bemerkenswert, dass die ausgestellten Uniformen nicht nur im Hinblick auf Funktionalität betrachtet werden, sondern auch ihre Außenwirkung dargestellt wird. So wurde etwa im Dritten Reich tatsächlich darauf geachtet, die Uniformen „schick“ oder gar „sexy“ zu designen, um die Anziehungskraft der Truppen zu erhöhen.

Besonders hat mir persönlich der kleine Teil der Ausstellung gefallen, der sich mit den aktuellen Auslandseinsätzen der Bundeswehr beschäftigt. Dieser Teil ist in der Vergangenheit ausgebaut worden. Hier geht es weniger um die Fahrzeuge, die in der Ausstellung schon an anderer Stelle zu sehen sind, sondern um das Leben im Feldlager. So erhält der Besucher einen Einblick in einen typischen Wohncontainer und über Bilder weitere Eindrücke vom Afghanistan-Einsatz.
Der Umgestaltung zum Opfer gefallen sind leider einige der Campnachbauten im Modell, etwa eines Krankenhauses in Containern.

Wer kann, sollte das Museum auch zu Pfingsten besuchen, wenn Militärmodellbaugruppen ihre Modelle und Dioramen in verschiedenen Maßstäben ausstellen. Auch Feuerwehr- und THW-Modelle und –Dioramen sind zu sehen. Dazu bieten Händler ihre Waren an, sodass der frisch inspirierte Besucher Material für seine eigenen Ideen kaufen kann.

Mehr Infos gibt es hier.

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