BPOL-Bockwurst

Unsere kleine Neigungsgruppe Blaulicht war am Freitag mal wieder mit schweren Fotoapparaten bewaffnet unterwegs, um in Lübeck die „2. Nacht des Bundespolizeimuseums“ zu besuchen. Leider lief nicht alles nach Plan…

Meinen Kumpan Dennis traf ich noch planmäßig am Nachmittag am Lübecker Hauptbahnhof, doch schon da beschlichen uns erste Befürchtungen: Es schüttete wie aus Kübeln. Das norddeutsche Schietwetter zeigte sich mal wieder von seiner „besten“ Seite.

Dennoch machten wir uns per Bus auf den Weg zur Bundespolizeiakadamie in Lübeck, wo das Museum untergebracht war.  Dort sickerte langsam durch, dass sich Kai, unser Dritter Mann, verspäten würde: Er war vollends damit beschäftigt, sich in 18 Kilometer Stau bei Barsbüttel sinnvoll die Zeit zu vertreiben. So warteten wir zwei mit anderen ersten Besuchern, bis wir kurz vorm offiziellen Beginn der Veranstaltung auf das Gelände gelassen wurden.

Und es regnete fröhlich weiter.

Die „Nacht des Bundespolizeimuseums“ fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt und bot einiges Sehenswertes für Interessierte.  Während zur Veranstaltung vor den Hallen historische und auch aktuelle Fahrzeuge ausgestellt waren, fand sich drinnen eine Ausstellung zur Geschichte der Vorläufer der Bundespolizei, also des 1951 gegründeten Bundesgrenzschutzes (BGS) und zu einem sehr kleinen Teil auch der NVA-Grenztruppen.

Während unten in der Fahrzeughalle historische Fahrzeuge (darunter auch Kräder und sogar Hubschrauber) und ein Nachbau eines Stücks der innerdeutschen Grenzanlagen zu sehen war, fand sich im Obergeschoss eine umfangreiche Ausstellung zur Geschichte des BGS und der Entwicklung zur heutigen Bundespolizei, deren weitreichende Aufgaben ebenfalls vorgestellt wurden. In einem kleinen Saal konnte auch ein sehr ausführlicher und kompetenter, von Fotos begleiteter Vortrag zur Geschichte der Grenzschützer gehört werden.  Inzwischen war unsere Gruppe auch komplett.

Ein Blick in die Ausstellung oben:

In der Nachbarhalle, in der unten eine Bell UH-1D ausgestellt war (bei der zwei Honks prompt eine der vorderen Türen demontierten, indem sie einen Splint zogen) wurde auch umfassend für das leibliche Wohl gesorgt, sowohl herzhaft mit Bockwurst und Nudelsalat als auch süß mit Kuchen und Naschkram. Hinter der Leinwand mit dem Imagefilm versteckt fanden sich noch zwei alte Fahrzeuge der Fernmelder, deren weiteres Schicksal allerdings noch ungewiss ist, wie ein sehr informatives Gespräch mit dem Museumsleiter, der sich in dem Trubel Zeit für uns nahm, unter anderem hervorbrachte.
Zum Entertainment der Kinder gab es einen „heißen Draht“, leider gelang es mir nicht, eins der T-Shirts oder einen anderen Gewinn zu ergattern… *schnüff*

Und es regnete fröhlich weiter.

In einem weiteren Gebäude auf der anderen Seite des Geländes konnten Interessierte unter fachkundiger Führung einen Blick in die Geschichte der Fernmelder des BGS werfen. In dieser ebenfalls unter dem Dachjuchee einer Fahrzeughalle untergebrachten Ausstellungsraum fanden sich allerlei Relikte aus alten Zeiten, die eindrucksvoll demonstrierten, wie die technischen Anforderungen und Möglichkeiten im Laufe der Jahre immer weiter anstiegen, während die Größe der Gerätschaften im Gegensatz dazu immer weiter abnahm. Für meine Mitreisenden besonders interessant waren dabei auch die Fotografien der historischen Fahrzeuge, die die Technik beherbergten.

Übrigens regnete es immer noch.

Nach der Besichtigung der Fernmeldeausstellung streiften wir auf der Suche nach Fahrzeugen noch kurz über das Gelände, bevor wir wieder zu den Hallen auf der anderen Seite zurückkehrten. Nach einer letzten Stärkung trennten sich unsere Wege schließlich.

Fazit: Abgesehen vom Wetter war es wirklich eine interessante Veranstaltung! Hoffentlich haben sie im nächsten Jahr mehr Glück mit Petrus…

Kleiner Tipp zum Schluss: Das Bundespolizeimuseum kann nach vorheriger Anmeldung auch außerhalb von Veranstaltungen besucht werden und auch Führungen können gebucht werden. Eine kundige Führung durch die Sammlung ist für weniger kundige Besucher sicher Gold wert und steigert den Erkenntniswert sicher noch um einiges. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Mehr Infos unter: http://www.bundespolizei.de

PS: Als wir an der Bushaltestelle vor der Akademie standen, hörte der Regen auf…

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Ein Kommentar zu “BPOL-Bockwurst

  1. […] Bilder aus der Ausstellung und von Fahrzeugen findet ihr im Bericht vom letzten Jahr. Bleibt zu hoffen, dass das Museum weitere Unterstützer in der Bundespolizei und auch außerhalb […]

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